In Zei­ten des Coro­na­vi­rus ste­hen Unter­neh­men vor gro­ßen finan­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen. Wir von der wob­kom GmbH möch­ten unsere Kun­den jetzt schnellst­mög­lich mit wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen ver­sor­gen. Dazu gehört eine Beant­wor­tung der Frage, wel­che Maß­nah­men und För­der­instru­mente Sie nun für Ihr Unter­neh­men in Anspruch neh­men kön­nen. Die fol­gen­den 3 Punkte geben einen Ein­blick, wel­che Unter­stüt­zungs­mög­lich­kei­ten sich für KMU bie­ten. z. B. mit  KfW-Unter­neh­mer- wie auch ERP-Grün­der­kre­di­ten.

1. Ihr Unternehmen besteht länger als 5 Jahre?

Für Betriebe und Unter­neh­men besteht die Mög­lich­keit auf einen KfW-Unter­neh­mer­kre­dit (Betriebs­mit­tel­fi­nan­zie­rung). Vor­aus­set­zung hier­für ist ein Bestehen von min­des­tens 5 Jah­ren. Des Wei­te­ren darf der maxi­male Grup­pen­um­satz 500 Mil­lio­nen Euro nicht über­stei­gen. Ein Betrag von 25 Mio. Euro gilt dabei als Maxi­mum. Bei einer Haf­tungs­frei­stel­lung sind es 5 Mio. Euro.

Bei den Laufzeiten gibt es zwei Varianten:

  • Bis zu 2 Jahre (end­fäl­lig)
    Die­ser Kre­dit gilt aus­schließ­lich für kleine und mitt­lere Unter­neh­men mit max. 250 Mit­ar­bei­tern. Außer­dem darf der max. Jah­res­um­satz 50 Mio. Euro und eine max. Jah­res­bi­lanz­summe von 43 Mio. Euro nicht über­stei­gen. Der Höchst­be­trag ist hier­für bei 5 Mio. Euro ange­setzt. Bei der Haus­bank ist eine Haf­tungs­frei­stel­lung von 50% mög­lich.
  • Bis zu 5 Jahre (1 Jahr Til­gungs­frei)
    Betriebs­mit­tel­kre­dite sind wie immer zu besi­chern. Auch hier ist eine Haf­tungs­frei­stel­lung von 50% mög­lich.

Haus­ban­ken kön­nen bei Bedarf auf das Bürg­schafts­in­stru­men­ta­rium zurück­grei­fen. Sanie­rungs­fälle oder Unter­neh­men in einer Krise sind hier­von aus­ge­schlos­sen.

2. Ihr Unternehmen besteht kürzer als 5 Jahre?

Für Betriebe und Unter­neh­men die weni­ger als 5 Jahre bestehen, gibt es die zwei Mög­lich­kei­ten:

  • ERP-Grün­der­kre­dit Start­geld — Betriebs­mit­tel­för­de­rung
    Gehö­ren Sie zu klei­nen Unter­neh­men und Frei­be­ruf­lern ist das “ERP-Grün­der­kre­dit Start­geld” die rich­tige Wahl. Vor­aus­set­zung hier­für ist eine maxi­male Beschäf­ti­gungs­zahl von 50 Mitarbeiter*innen. Der Jah­res­um­satz bzw. die Jah­res­bi­lanz­summe darf 10 Mio. Euro nicht über­stei­gen. Hier­bei ist ein Höchst­be­trag von 30.000 Euro für Betriebs­mit­tel ange­setzt. Die Lauf­zeit erstreckt sich auf 10 Jahre mit 2 Til­gungs­frei­jah­ren. Die Bank­üb­li­che Besi­che­rung liegt bei 80 Pro­zent Haf­tungs­frei­stel­lung für die Haus­bank.
  • ERP-Grün­der­kre­dit Uni­ver­sell (Betriebs­mit­tel)
    Vor­aus­set­zung für einen ERP-Grün­der­kre­dit Uni­ver­sell (Betriebs­mit­tel) ist ein maxi­ma­ler Grup­pen­um­satz von max. 500 Mio. Euro. Hier­bei gibt es 2 Vari­an­ten mit unter­schied­li­chen Lauf­zei­ten: 

    • Eine Lauf­zeit von 2 Jah­ren (end­fäl­lig)
      Die­ser Betriebs­mit­tel­kre­dit ist bank­üb­lich zu besi­chern (50 pro­zen­tige Haf­tungs­frei­stel­lung für Haus­bank mög­lich).
    • Eine Lauf­zeit von 5 Jah­ren
      Die­ser Betriebs­mit­tel­kre­dit ist bank­üb­lich zu besi­chern.

Weitere Landesförderinstitute

Für eine zins­güns­tige Betriebs­mit­tel­fi­nan­zie­rung ste­hen neben den Ange­bo­ten von KfW und der ERP auch wei­tere För­der­insti­tute zur Ver­fü­gung. Wei­tere Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie auf den Sei­ten des Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums.

3. Bürgschaften

Es kön­nen Bürg­schaf­ten für Betriebs­mit­tel­kre­dite ange­bo­ten wer­den. Diese gel­ten aller­dings nur für Unter­neh­men, denen es wirt­schaft­lich gut geht. Bis zu einer Höhe von 1,25 Mio. Euro erfolgt die Bear­bei­tung durch Bürg­schafts­ban­ken. Geht es um einen Bürg­schafts­be­trag der 20. Mio Euro über­schrei­tet, betei­ligt sich der Bund am Bürg­schafts­ob­ligo zur Hälfte. Dies gilt beson­ders in struk­tur­schwa­chen Regio­nen. Bürg­schaf­ten dür­fen nur maxi­mal 80% des Kre­dit­ri­si­kos abde­cken. Die Haus­bank muss also min­des­tens 20% an Eigen­ob­ligo leis­ten.

Ste­cken große Betriebe nach den Ret­tungs- und Umstruk­tu­rie­rungs­leit­li­nien der EU-Kom­mis­sion in der Krise muss die­ser Ein­zel­fall noti­fi­ziert und von der Kom­mis­sion bewil­ligt wer­den. Für KMU haben ein­zelne Län­der Pro­gramme für Ret­tungs- und Umstruk­tu­rie­rungs­bei­hil­fen zur Ver­fü­gung gestellt. Eine ein­zelne Noti­fi­zie­rung ist nicht not­wen­dig.

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